09.08.15

[Interessen] Die französische Revolution

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch von etwas erzählen, was mich sehr interessiert. Ich gratuliere auch diesmal schon jedem, der sich alles durchliest, was hier steht.
Es ist eine geschichtliche Zeitepoche, welche mir  - was jetzt irgendwie komisch klingt - sehr am Herzen liegt, aber ich verfolge diese Zeitepoche schon lange und habe auch einige Bücher darüber im Regal stehen.
Es handelt sich um die Zeit der französischen Revolution und der damit verbundenen Marie Antoinette.

Schon früh habe ich damit begonnen, mich für die Geschichte dieser Frau zu interessieren, für ihr Leben, für ihr Land und vor allem für ihre Zeit als Königin.
Und mal ehrlich, welches Mädchen träumt nicht davon, irgendwann einmal Prinzessin oder Königin sein zu können. Auch ich hatte diese Träume in der Kindheit.
Jetzt natürlich nicht mehr in dem Ausmaß, aber die Geschichte hinter dieser Frau und ihrem Mann, die Geschichte hinter der Französischen Revolution interessieren mich noch heute.

In der Schule habe ich vor etlichen Jahren sogar mal ein Referat über die französische Revolution halten dürfen, auch wenn ich nicht mehr weiß, welche Note es dafür gab. *g*



Folgende Zusammenfassung entspringt folgender Quelle: Habsburger

Maria Antonia Anna Josepha wurde am 2. November 1755 in Wien als fünfzehntes der 16 Kinder Maria Theresias und Franz Stephans von Lothringen geboren. Sie wuchs zu einem reizenden Mädchen heran, das jedoch bald als oberflächlich galt. Bereits im Alter von elf Jahren rückte die Erzherzogin in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, als feststand, dass sie die Gemahlin des französischen Thronfolgers werden sollte.
Marie Antoinette, deren geistige und körperliche Entwicklung nun von zahlreichen Beobachtern genau verfolgt wurde, erhielt eine entsprechende Erziehung, um am Hof von Versailles bestehen zu können. Ihr wurden französische Sprache und Geschichte, aber auch die Finessen des höfischen Benehmens beigebracht, wofür eigens Lehrer aus Frankreich angefordert wurden.
Im Frühjahr 1770 war es dann soweit: Die nunmehr 14-Jährige nahm Abschied von ihrer Familie und machte sich auf den Weg nach Frankreich. Ihre Hochzeit mit dem Dauphin war ein prunkvolles Fest, das das blutjunge Thronfolgerpaar bis an den Rand der physischen und psychischen Kräfte forderte.

Am 10. Mai 1774 starb König Ludwig XV. überraschend an den Pocken. Die Zukunft der Monarchie lag nun in den Händen des jungen Thronfolgerpaares. Die Situation im Land war alles andere als günstig für einen Thronwechsel. Der neue König Ludwig XVI. übernahm eine Großmacht in der Krise, denn Frankreich war ökonomisch erschöpft und politisch geschwächt.
Louis Auguste nahm den Namen Ludwig XVI. an. Er war bei der Thronbesteigung 20 Jahre alt und mit der neuen Aufgabe überfordert. Persönlich zwar gewissenhaft und integer, war sein Wesen von Unschlüssigkeit und Schwerfälligkeit geprägt. Es fehlte ihm an selbstbewusstem Auftreten und königlicher Autorität.
1778 gebar Marie Antoinette ihr erstes Kind, eine Tochter, die nach der Großmutter Marie Thérèse getauft wurde. Es sollten noch weitere Kinder folgen: 1781 erblickte der heiß ersehnte männliche Thronfolger das Licht der Welt: Louis Joseph verstarb jedoch bereits mit sieben Jahren an Knochentuberkulose. Die Thronfolge ging nun auf den zweitgeborenen Louis Charles, geboren 1785, über. Die jüngste Tochter, Marie Sophie, geboren 1786, starb noch im Säuglingsalter.

"Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
Dieser Satz, der Marie Antoinette oftmals in den Mund gelegt wurde, ist von ihr niemals gesagt worden. Er ist aber zum Sinnbild für das Unverständnis Marie Antoinettes – und der adeligen Eliten des Ancien Régime generell – gegenüber den sozialen Problemen der Zeit geworden.
Durch ihr Fernbleiben vom Hof brüskierte sie die einflussreiche Hofgesellschaft. Der Vorwurf der
Vernachlässigung ihrer Pflichten als Königin, Gemahlin und Mutter machte die Runde und wurde von ihren zahlreichen Gegnern bei Hof in die breitere Öffentlichkeit getragen. Verstärkt wurde die immer offener werdende Kritik an der Königin durch die angespannte Finanzlage, da Frankreich mit enormen Mitteln den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien unterstützte. Im Volk sah man jedoch die Verschwendungssucht der Königin als Grund für die Misere. Für Marie Antoinette bürgerte sich der Spottname „Madame Deficit“ ein.

Am 14. Juli 1789 stürmte eine bewaffnete Volksmenge die Bastille, ein mittelalterliches Befestigungswerk, das als Staatsgefängnis ein Symbol der königlichen Willkürherrschaft darstellte. Es war dies das Zeichen für den allgemeinen Aufstand.
Der Versailler Hof versank in lethargischem Schock. Binnen weniger Wochen brach das über Jahrhunderte gewachsene System des Ancien Régime in sich zusammen. Marie Antoinette blieb weiterhin die vorrangige Projektionsfläche des Hasses der Volksmassen. Als am 5. Oktober 1789 eine aufgebrachte Menge, angeführt von den Pariser Marktfrauen, sich auf den Weg nach Versailles machte, war Marie Antoinette das Ziel. Bewaffnete drangen in das Appartement der Königin ein, die sich mit knapper Not zum König flüchten konnte. Um die Lage zu beruhigen, versprach Ludwig Lebensmittellieferungen. In der Folge wurde die Königsfamilie gezwungen, Versailles zu verlassen und im Triumphzug nach Paris gebracht.

Am 10. August 1792 wurde der königliche Palast gestürmt, am 21. September die Monarchie abgeschafft. Die Königsfamilie wurde nun im Pariser Temple, einer befestigen ehemaligen Klosteranlage, inhaftiert. Ende 1792 begann der Hochverratsprozess gegen den entmachteten König Ludwig, der mit dessen Hinrichtung am 21. Januar 1793 endete.
Bald darauf wurde auch Marie Antoinette vor ein Revolutionstribunal gestellt. Die am 14. Oktober 1793 begonnene Verhandlung war ein Schauprozess, bei dem das Urteil von Vornherein feststand.

Nach zwei Tagen endete der Prozess mit dem Todesurteil, das unverzüglich vollstreckt werden sollte. Mit geschorenem Kopf wurde Marie Antoinette auf einem Karren durch die Pariser Straßen geführt, wobei sie laut Augenzeugen bis zuletzt Würde und Haltung bewahrte. Sie starb am 16. Oktober 1793 mit 37 Jahren unter der Guillotine.
Ihr Leichnam wurde zunächst in einem anonymen Grab bestattet. Erst Jahrzehnte später wurde die Leiche exhumiert und in Saint-Denis, der traditionellen Grablege der französischen Könige, an der Seite ihres Gatten beigesetzt.
Ihr Sohn Louis Charles starb zwei Jahre nach dem Tod der Mutter mit zehn Jahren unter ungeklärten Umständen. Die überlebende Tochter Marie Thérèse blieb bis 1795 in Gewahrsam und wurde dann im Zuge eines Gefangenenaustausches ins Exil nach Österreich gebracht zu werden. Dort verstarb „Madame Royale“ kinderlos im Jahre 1851 als Symbolfigur der Restauration bourbonischer Macht auf Schloss Frohsdorf in Niederösterreich.

Wie ihr zudem wisst, bin ich großer Japan - Fan und habe mir in folge dessen auch Animes angeschaut und was soll ich sagen: Ich vergöttere den Anime & Manga Lady Oscar.
Obgleich die Handlung des Mangas nicht auf tatsächlichen Begebenheiten beruht, enthält dieser viele korrekte Ereignisse und Details des Lebens des 18. Jahrhunderts; zudem treten mehrere historische Persönlichkeiten auf, so Marie Antoinette und Hans Axel von Fersen - wenn auch in oft eher freier Darstellung. Auch Oscars Vater in der Serie, General Reynier de Jarjayes, ist eine historische Person. Daneben spielen die Beziehungen und Gefühle der Charaktere sowie Mode und Verliebtheit eine zentrale Rolle, wie dies bei vielen Mangas für Mädchen ist.
In einem Epilog wird gezeigt, wie sich die Revolution weiterentwickelt und was mit der Königsfamilie, von Fersen, Robespierre und allen wichtigen Personen der Französischen Revolution geschieht. Die Serie endet mit dem Tod Marie Antoinettes am 16. Oktober 1793.

Und damit gehe ich mir jetzt genau diese Serie anschauen, sobald das Dortmund - Spiel im DFB - Pokal zu Ende ist  und nachher folgt dann noch die 5 Dinge  - Aktion von der lieben Nezumi.

Melanie

1 Kommentar:

  1. Sehr interessanter Eintrag. Ich finde Marie Antoinettes war eine sehr interessante Person und hatte diesen Tod wohl nicht verdient. Sie war einfach nicht gemacht für das Leben, dass sie leben musste und wohl auch nie wirklich erwachsen. Wären ihr jedoch nicht diese Dinge wiederfahren, hätten wir vermutlich auch nie von ihr erfahren. Es ist wohl so, dass nur die ''Besonderen'' einen Platz in der Geschichte haben.

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