27.09.15

The Story of my Life



heute ist es wieder Zeit für das Thema des Tages. Ich habe lang überlegt, was ich als nächstes nehme, weil mir momentan einfach wieder viel zu viel im Kopf rumgeistert, was ich eigentlich loswerden möchte.
Einiges ist zu privat und dafür muss nach wie vor mein Tagebuch herhalten, aber heute möchte ich mit euch über ein Thema reden, was man quasi als "Story of my Life" betiteln könnte..



Um etwas weiter auszuholen, muss ich sagen, dass ich zu meiner Mutter nie ein wirkliches Verhältnis habe aufbauen können, weil sie die Familie verlassen hat, als ich nicht mal 2 Jahre alt war. Ich bin mit meinem älteren Bruder bei meinem Vater aufgewachsen.
Meine Tante und mein Onkel, zu welchen ich heute noch ein wirklich gutes Verhältnis habe, haben ihn zusammen mit meinen Großeltern unterstützt, wo sie nur konnten.
für mich war es - sagen wir normal, dass meine Mutter nicht da war, dass es sie nicht interessiert hat, wie es mir oder meinem Bruder geht und als zweijähriges Mädchen versteht man das eh noch nicht wirklich.

Umso älter ich wurde, um so mehr begann ich darüber nachzudenken, warum das so ist, warum sie die Familie verlassen hat. Innerhalb meiner Familie gab es einige widersprüchliche Angaben über die genauen Gründe und ich werde hier auch nicht erläutern, welche genau das sind. Sie haben zumindest nicht gerade dazu beigetragen, dass ich aufhören kann, darüber nachzudenken oder so.
Jedenfalls bin ich inzwischen 33 Jahre alt und in manchen Situationen - gerade die, nachdem ich selbst Mutter wurde, habe ich mich oft genug gefragt, warum in ihrem Leben einfach kein Platz mehr für ihre eigenen Kinder war.

Inzwischen habe ich meine eigene kleine Familie, habe einen Mann, der seit über 13 Jahren an meiner Seite weilt und einen 11ährigen Sohn, der inzwischen nicht nur, was die Schuhgröße angeht, größer ist als ich. :D
Ich habe mich anfangs oft gefragt, was richtig ist und was falsch. Ob ich damals vielleicht nicht noch zu jung für ein Kind war. Habe mich oft genug gefragt, wie es wäre, wenn ich meine Mutter einfach im Umgang mit einem Kind um Rat fragen könnte, wie sie auf ihr Enkelkind reagieren würde.
Es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, Kontakt aufzunehmen und in den letzten 31 Jahren ist es auch zweimal zu einem treffen gekommen, aber inzwischen herrscht schon wieder jahrelange Funkstille und ich selbst, habe es inzwischen .. einfach akzeptiert.

Wie gesagt habe ich zu meiner Mutter selbst so gar keinen Kontakt und zu meinem Vater.. naja, eben noch weniger. Die Gründe dafür werde ich hier nicht nennen. Auch zu der Familie meines Mannes besteht zu keinem wirklich Kontakt und doch empfinden wir es - bei seiner, sowie meiner Familie, einfach als besser so, auch wenn es für viele unverständlich erscheinen mag.

Oben habe ich kurz angedeutet, dass ich lediglich zu meiner Tante und zu meinem Onkel wirklichen guten Kontakt habe und in den letzten Jahren, waren sie mehr Eltern für mich, als meine eigenen es je sein werden, was schon echt .. irgendwie traurig ist.
Oder nicht?
Mein Onkel selbst hatte schon mehrere Schlaganfälle und momentan zerreisst es mir regelrecht das Herz ihn zu sehen, mit einer Gewissheit, die alles andere als einfach ist, aber die ich ebenso akzeptieren muss. [ So manch einer wird sich vielleicht denken können, worauf ich anspielen könnte.]

Wann immer ich Blogeinträge oder dergleichen darüber sehe oder lese, was für ein herzliches Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern herrscht [ von meinem eigenen Verhältnis zu meinem sohn mal abgesehen ] , beginne ich mich erneut zu fragen, warum das bei mir nicht auch so sein kann. Manchmal beneide ich die Frauen, die ihre Mutter als eine ihrer besten Freundinnen bezeichnen können.
Auf der anderen Seite denke ich allerdings auch, dass mein Leben anders verlaufen wäre, wenn es eben nicht so gewesen wäre, wenn ich nicht hätte lernen müssen, früh auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich habe ebenso viele falsche und richtige Entscheidungen getroffen, wie ein jeder von uns und wie vermutlich auch meine Eltern und manche "Sachen" muss man einfach so akzeptieren, wie sie sind: Endgültig vorbei.

Melanie

P.S. Glückwunsch an alle, die sich das angetan haben.

1 Kommentar:

  1. Hallo Liebes <3 Ich hab mir jetzt mal deinen Post durchgelesen und kenne die Situation. Nach dem Tot von meiner Ma hat sich das auch alles verlaufen bei uns und ich habe nur noch meinen Dad, so dieses klassische Familieleben kenne ich auch nicht und beneide wirklich andere Person darum wenn sie eine intakte Familie haben.
    Ich denke auch sehr oft darüber nach, wieso das bei mir nicht einfach so sein kann, vor allem in der Weihnachtszeit.
    Ich weis das es nicht einfach ist :(
    Danke dir für diesen Blogpost. Ich wünsch dir einen tollen Start in die neue Woche, wenn du magst kannst du ja mal bei mir vorbeischauen. Ich würde mich echt freuen. ❥

    Liebe Grüße Tina
    www.Vogueous.de

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